Dance Machine

Dance eJay ehemals Dance Mashine in den Versionen 1.0 und 2.0 ist ein für Einsteiger konzipiertes Programm, um schnell eigene Song kreieren zu können. Notenkenntnisse sind bei diesem Programm nicht notwendig. Man setzt die beigefügten Samples in den 8 Mono, später 16 Stereospur Tracker.
Die Samples sind in verschiedenen Kategorien eingeteilt (Drumloops, Effekte, Layer, Vocals, etc.) und man hatte die Möglichkeit Wave-Samples einzufügen, die man allerdings so gut wie gar nicht bearbeiten konnte. Die mitgelieferten Samples hatten ein eigenes Format, so dass sie nicht ummittelbar für eigene Projekte mit anderen Programmen genutzt werden konnten. Als vollkommener Newbe kam aber schnell zu brauchbaren Ergebnissen, jedoch waren der Kreativität schnell Grenzen gesetzt, denn man lief Gefahr lediglich die bevorzugten Samples einzusetzten, so dass viele Songs ‚gleich‘ klangen, weil eine Art Monotonie einsetzte. Das änderte sich auch nicht maßgeblich, wenn man die Soundpools erwarb. Ein weiterer Negativpunkt war, dass die später in Wave ungewandelten Stücke stark nachbearbeitet werden mussten, da diese im gesamten Frequenzbereich etwas schwach auf der Brust waren. Weiterhin ünterstützte es das Timestreching der Wave-Samples nicht, so dass man nur Fremdsamples mit der gleichen bpm-Angabe wie das Stück einfügen konnte. Zu hören im Downloadbereich in dem Stück SEND ME A MESSAGE. Im Player ist das mit Dance Mashine II gefertigte Musikstück Unter The Rainbow zu hören 

In der Version 2.0 von Dance Mashine gab es 16 Spuren (8 Stereo Spuren) die einzeln auf den linken oder rechten Stereokanal oder Mono geschaltet werden konnten. Weiterhin gab es dort einen einfachen Drumeditor. Nun konnte man die BPM (Beats Per Minute) von 120 auf 140 BPM steigern. Dies war in der Version 1.0 nicht möglich. Dort war die BPM auf 120 festgelegt. Auch in der Version 2.0 wurde das Timestreching (Sampleanpassung der Geschwindigkeit) bei Fremdsamples nicht unterstützt.

Im Player auf DOWNLOAD kann man sich unter anderem die mit D-Ejay gefertigten Titel von Happy Child, Push Me To The Limit, Here We Are Again und diverse mehr anhören und herunterladen.
Ich habe festgestellt, dass die meisten Fehler, die die Anfänger mit diesem oder ähnlichen Trackerprogrammen begehen, dass sie in den ersten 8 – 16 Takten sämtliche Spuren mit Ereignissen (Samples oder Musikeingabe) ‚vollpacken‘ ohne Ruhepausen. Dadurch wird das Musikstück nach spätestens 1 Minute langweilig (keine Höhen und Tiefen, damit keine Dynamik). Wenn man den Aufbau eines  professionellen Musikstückes anschaut, so wird man feststellen, dass sie mit einem Intro anfangen, dann übergehen zu den Beginn mit dem Grundklängen, weiter über einen evl. Break (Refrain) über eine Bridge (Übergang) und zurück zu den Grundklängen aufbauen, um dann wieder zum Break, usw., bis man zum Endteil zu gelangen. Die Reihenfolge kann variieren. 
TIP: Man baut Ruheelemente ein, wird dann wieder Klangvoller, um eine bessere Dynamik zu erhalten. Ansonsten sind Aufbaureihenfolge keine Grenzen gesetzt. Für kurze Jingles sind schnelle kraftvolle  Dynamiksteigerungen sogar erwünscht. Für längere Passagen oder Musikprojekte jedoch unbrauchbar.

Die Rechte der Samples lagen hier bei der Firma MC Magic, die später von der eJay AG übernommen worden war. Mittlerweile gibt es die Firma eJay AG ebenfalls nicht mehr. Bei PEARL.DE kann man noch Reste der Software günstig erwerben. Gerüchten zufolge soll MAGIX die Rechte gekauft und den Code in den Magix Music Maker eingebaut haben. Genaueres ist mir nicht bekannt.

Posted by: Ralf on

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