Orion Pro

 von Synapse Audio.

 

Sampletank

Mit dem virtuellen Studio-Softwareprogramm ORION PRO stehen die Softwareinstrumente WASPWAVE DREAM, der Drumcomputer TR 909, der MONOBASS, der SAMPLER, sowie STEREODRUMSPLUCKED STRING und TOMCAT (für z.B. dumpfere Kickdrumbeats) zur Verfügung, um mit Hilfe eines Grundklangs (Sägezahn, Dreieck, Wave), den Oszilllographen sowie den LFO Filtern einen brauchbaren Sound zusammenzustellen. Nach Eingabe der Noten, entweder manuell durch Mausklicks oder durch MIDI-eingabe über MIDI-Keyboard, spielt das jeweilige Instrument die Noten im Patternmodus ab. Das kann eine Melodie oder ein Akkord (für Layer) sein. Bei dem TR 909 und den Stereodrums gibt man das Event zum passenden Takt durch Ein/Ausschalten des jeweiligen Schalters per Mausklick, jeweils für Bassdrum, Snare, HiHat closed /open, etc. ein. Das sind insgesamt 16 Schalter je Takt pro Pattern. Das TOMCAT ist eine Bassdrum mit einstellbare Parameter (Dumpfe oder hellere Beats). Beim STREODRUM-sampler kann man bis zu 8 Spuren mit Drumsamples belegen, die dann ebenfalls im jeweiligen Takt abgespielt werden (z.B. Bongodrums Harthölzer oder zusätzliche Bassdrums, Hihats, etc). Die Eingabe erfolgt wie beim TR 909, dem TOMCAT per Schalter ein-/ausgeschaltet (Bei 4 Takte = 1 Pattern = 16 Schalter im 4/4 Takt). Der TR 909 ist eigentlich das Softwareinstrument von des gleichnamigen Hardwareinstruments von Roland.

Mit dem Wasp und dem Monobass kann man wunderbare Bassläufe erstellen, wobei die Einstellmöglichkeiten beim Wasp vielseitiger sind. Der Wasp ist übrigens auch Bestandteil des bekannten Software Studios Fruity Loops (FL Studio). Dort ist auch der Wave Dream zu finden, mit dem man schöne Synthi-Länge erstellen kann. Damit kann man z.B. Streicher-Layer, die über mehrere Takte gehen erstellen, als auch kurze melodische Töne fertigstellen. Der Plucked String ist für Appegio-Läufe zuständig. Dieser spielt mehrere kurze Töne ohne Pause in einem einstellbaren Lauf ab, die wie das Anschlagen von einzelnen Guitarrenseiten klingen.

Wie bei sämtlich mir bekannten virtuellen Studios üblich, werden die Noten, die das Instrument abspielen soll, in Pattern gespeichert. Das erste Pattern wäre z.B. A1 und das letzte Pattern, falls nötig, wäre D8. Somit stehen in Orion Pro maximal bis zu 64 Pattern je Instrument zur Verfügung.

Nachdem man die Soundauswahl, die Noteneingabe in den Pattern und die Abspielreihenfolge  der Pattern je Spur (Track) im Songeditor fertiggestellt hat, werden am MIXER zu den Drehschaltern Effektfilter wie Ultaverb, Delay, Compressor usw. zugewiesen. Man kann die Einstellungsänderungen in Echtzeit mithören. Solange man sich im Patternmodus befindet. Über die Playlist (Songlist) wird die Einsatzzeit für das jeweilige Pattern eingesetzt. Schaltet man in den Songmodus so werden die in die Spuren eingesetzten Pattern nacheinander abgespielt. Zur Kotrolle kann man einzelne Spuren auf Mute (Spur aus) oder auf Solo (alle anderen Spuren aus) setzen. Wenn man mit dem Gesamtergebnis zufrieden ist, wird empfohlen zunächst im orioneigenen Format (.sfs) abzuspeichern, erst dann als Wave-Datei zu exportieren. Voila; und fertig ist der Song. Sollte man danach noch etwas verbessern wollen, öffnet man in Orion Pro die im Songformat abgespeicherte Datei und führt die Verbesserungen durch. Das kann der Fall sein, wenn eine Spur (Track) zu laut ist, Effekte hingefügt oder verringert werden sollen, usw. Standardtempo ist bei Orion Pro 120 bpm, die man aber jederzeit ändern kann.

Bei Orion Pro ist die Dokumentation äußerst dürftig und einen Assistenten sucht man im Programm vergeblich, so dass es anfangs Schwierigkeiten gab etwas brauchbares fertigzustellen (Orion III) aber später klappte es besser, so dass die Stücke wenigsten zum Vertonen von Urlaubsvideos genutzt werden konnten. Hier heißt es: Learning by Doing. Mein damit bestes erstelltes Projekt, finde ich, ist das Lied Happy Weekend MAXI (Juni. 2005), dass ihr bei Orion Pro Songs Download herunterladen oder einen Ausschnitt als Dub-Version im Player anhören könnt. In der Stormkategorie im Downloadbereich befindet sich die DUB-Version dieses Liedes in voller Länge. Im Player ist weiterhin der mit Orion Pro gefertigte Titel von Happy Weekend zu hören.

Zu guter Letzt!
Seit August 2006 gab es die Version 7.0. Dort hat sich, soweit erkennbar,  außer das Aussehen auch die Anzahl der Presets (Grundklänge von Instrumenten) geändert. 

Aktuell: (Stand: Januar 2017) ist die Version 8.5 von Orion Pro die letzte Version gewesen und wird nicht mehr weiter entwickelt. Das Aussehen der letzten  Version hatte sich gegenüber den Vorgänger Versionen grundlegend verändert.

FAZIT: Für Anfänger halte ich Orion Pro für nicht geeignet. Für semiprofessionelle Klangkünstler ist es ein Programm mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten und Abmischungen in Studioqualität. Livemusiker lehnen DAW Studios als Softwarelösung zumeist ab und bevorzugen lieber einzelne vollwertige der Hardware nachempfundenen Softwareinstrumente wie TUNDRA oder TUNE.

Posted by: Ralf on

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